Kommentar der Musiklehrerin
Durch diese methodische Inszenierung und dadurch, dass die Kinder permanent aktiv waren, als Komiker, Autor, Tänzer, Schauspieler, Komponist, Musiker, wurde die Erlebnisfähigkeit der Kinder im Zusammenhang mit dem Kunstwerk „Stummfilm“ optimal gestärkt und damit eine wirkliche Chance zum Kunstgenuss gegeben.
Den Kindern hat dieses Projekt viel Spaß gemacht, denn sie haben konzentriert und motiviert gearbeitet und die Lernangebote zur Unterstützung der Entwicklung ihrer eigenen gestalterischen Einfällen für die Umsetzung des Themas sehr gut aufgenommen und zielorientiert genutzt. Besonders Kinder, die sich in einer schwierigen Sozialen Situation befanden und bei musischen Aktivitäten bisher sehr zurückhaltend waren, entdeckten hier ihre speziellen Stärken und zeigten viel Talent in der Ausführung der stummfilmimmanenten Bewegungskomik.
Die hohe Motivationslage zeigte sich bei allen Beteiligten auch darin, das jeder dazu bereit war, freiwillig mehr zu tun und zu geben als man musste und auch durchzuhalten, wenn es einmal Schwierigkeiten gab. Dies wurde besonders in der letzten Arbeitsphase des Projekts, der intensiven Probenarbeit am Aufführungsort in den 5 Tagen vor der Präsentation, nochmal deutlich.
Elisabeth Kahn und David Sutherland haben gemeinsam mit den Kindern und mir ein Kunstwerk entwickelt, dass die verschiedenen Künste miteinander verbindet und noch dazu urkomisch ist. Somit hatte auch ich selbst die Chance, an meinen persönlichen Schwerpunkt als Lehrerin im Fachbereich BK und Musik weiterzuarbeiten.


„Kurz vor Acht“, eine Geschichte von einem Schüler der Klasse 6b zum Projekt „SMILE“
Leute steigen in die Bahn und steigen aus. Ein Mann hat es sehr eilig und schubst alle Leute zur Seite. Eine ältere Dame wird von ihm berührt und sie fällt. Die Leute am Bahnhof sehen ihn wütend an, aber ihn interessiert es nicht. Der Mann verpasst die Bahn und ist wütend. Eine Bahn kommt, viele Leute ´steigen ein und aus. Der Eingang wird von der älteren Dame blockiert. Der Mann schafft es schon wieder nicht in die Bahn. Er steht alleine am Bahnhof nur mit einem Mann der stinkt. Es kommt noch eine schöne Frau dazu und eine Frau die irgendwas sagt. Ein Sprecher sagt: „Die Bahn kommt 10 Minuten später.“