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Marianne Cohn – sie rettete Kinder

Theatercollage mit Schüler*innen der Willkommensklasse 2, Johanna-Eck-Schule in Tempelhof, 2025

“Marianne Cohn – sie rettete Kinder“ knüpft an die lokale Geschichte der Schule an. Die heutige Johanna-Eck-Schule hieß vor dem 2. Weltkrieg Deutsche Oberschule und Lyceum mit Frauenschule in der Ringstraße, Marianne Cohn war eine der Schülerinnen.

An ihrem konkreten Beispiel sind die verheerenden Auswirkungen von Antisemitismus auf ein junges Mädchen zu erkennen.

In einer Theatercollage mit Texten, Liedern, szenischer Darstellung, Bühnenbild und historisierenden Kostümen stellten Jugendliche der Willkommensklasse 2 von Frau Kanchevska ihre Projektergebnisse zur Lebensgeschichte von Marianne Cohn einem Publikum vor.  Die Teilnehmenden (mit sechs verschiedenen Muttersprachen) beschäftigten sich mit dem kurzen Leben einer fast gleichaltrigen Widerstandskämpferin, entwickelten darüber eine eigene Beziehung zur lokalen Geschichte und Basiswissen über die Zeit des NS.

1934 flüchtet Marianne Cohn mit ihrer Familie aus Nazi-Deutschland nach Spanien, bei Beginn des spanischen Bürgerkrieges und der Diktatur unter General Franco geht es 1936 weiter in das damals noch demokratische Frankreich. Doch seit Beginn des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besetzung Frankreichs sind die Cohns auch dort nicht mehr sicher. Im Alter von 18 Jahren schließt sich Marianne Cohn dem französischen Widerstand an. Unter großer Gefahr bringt sie im Geheimen verfolgte französische Kinder in die neutrale Schweiz und rettet so mehr als 200 Kinder. Doch der letzte Fluchtversuch wird entdeckt, und alle werden gefangen genommen. Letztlich kommen die Kinder frei, aber wenige Tage nach der Befreiung Frankreichs im August 1944 wird Mariannes Schuh in einem Massengrab entdeckt. Marianne wird nur 22 Jahre alt.

KünstlerInnen  E. Kahn, D. Sutherland, F. Bischinger, C. Baumgart Projektbegleitende Lehrerin V. Kanchevska gefördert vom Jugendfonds der Partnerschaft für Demokratie „Gemeinsam in Tempelhof-Schöneberg – Demokratie leben!“  Kooperationspartner Johanna-Eck-Schule, Verein Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung e.V./ Wir waren Nachbarn im Rathaus Schöneberg